Im Thurgau hat es Bäche, die in einem schlechten Zustand sind

Auf Einladung der SVP Untersee-Rhy diskutierten Kantonsräte in Kaltenbach über Wasserqualität und Probleme mit Pflanzenschutzmitteln. Für die einen muss es Richtung «Bioland Schweiz» gehen.

Die SVP Ortspartei Untersee-Rhy führte im Anschluss an ihre ordentliche Jahresversammlung das traditionelle Frühlingspodium durch. Dieses Jahr stand die Wasserqualität von Fliessgewässern im Fokus. Laut Heinz Ehmann, Leiter Gewässerqualität beim Amt für Umwelt des Kantons Thurgau, sei es nicht wegzudiskutieren, dass es Bäche im Thurgau gibt, die in einem sehr schlechten Zustand sind. Er betonte, dass es nicht darum gehe, jemandem die Schuld zuzuschieben, sondern die Probleme zu lösen.

 

Die gleichen Ziele, aber unterschiedliche Wege

In der Podiumsdiskussion unter der Leitung von SVP-Kantonsrat Daniel Vetterli aus Rheinklingen waren dann die Einträge aus der Landwirtschaft das Thema, namentlich Pflanzenschutzmittel. SVP-Kantonsrat Manuel Strupler (Weinfelden) und Toni Kappeler, Grünen-Kantonsrat (Münchwilen), haben zwar die gleichen Ziele: Sie wollen saubere, lebendige Bäche und stehen zu einer produzierenden Landwirtschaft.

Strupler jedoch ist überzeugt, dass eine produzierende Landwirtschaft in naher Zukunft nicht ohne Pflanzenschutz auskommt, weil es mancherorts noch an tauglichen Sorten mangle. Hier müsse weiter geforscht werden. Nicht alle Konsumenten seien bereit, den Mehraufwand für Bioprodukte zu bezahlen.

Kappeler sieht das anders: Eine Studie habe gezeigt, dass ein grosser Teil der Schweizer Bevölkerung bereit sei, teurere Bioprodukte zu kaufen, und ein Teil der Befragten ist sogar der Meinung, noch mehr für diese Produkte zahlen zu wollen. Es brauche eine Lenkungsabgabe für ein «Bioland Schweiz». (red)

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